Das Meinungsmonopol unserer Eliten wird erschüttert: "Das Europakomplott"
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Written by Harald Greib
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Tuesday, 04 April 2006
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"Das Europakomplott": Wie EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln, von Prof. Hans Herbert von Arnim[1]Es war einmal ein Land, in dem die wirtschaftlichen, politischen und journalistischen Eliten ein Meinungskartell zur Europapolitik bildeten: Die Europäische Union war Deutschlands Schicksal und Verheißung, der Zielpunkt aller Geschichte, ein Projekt so wunderbar, dass jede Kritik daran zu unterlassen war. Im Schutz dieses Meinungskartells konnten die Macher in Brüssel schalten und walten, wie sie wollten. Jeder Skandal, jeder Mangel, ja jeder Blödsinn musste im Lichte des großen Ziels hingenommen, sogar bejubelt werden.
 Die Einigung des Europäischen Kontinents galt es zu verwirklichen, unabhängig davon, ob diese Politik die Zustimmung der Menschen in Europa fand. Wenn es daran fehlte, mussten lediglich die pädagogischen Anstrengungen verstärkt, Europa besser erklärt werden. Selbst strenge Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur weiteren Kompetenzübertragung nach Brüssel wurden ignoriert – auch Demokratie und Rechtsstaat mussten der Europäischen Integration Opfer bringen. Mitsprache wurde den Menschen in Deutschland verweigert. Während in anderen Mitgliedstaaten Vertragsänderungen mit Referenda anzunehmen waren, wurden vergleichbare Ansinnen in Deutschland mit der Geschichtslüge des Missbrauchs von Plebisziten in der Weimarer Republik durch die Nazis in die politisch-moralisch unanständige Ecke verbannt – als ob Hitlers Machtergreifung nicht in erster Linie das Ergebnis eines Versagens der politischen Parteien und der Politiker gewesen wäre. Jede Kritik an Europa wurde als populistisch, nationalistisch, friedensfeindlich, schlichtweg „dumm“ verunglimpft. Wann ist dieses Kartell zerbrochen? Sicherlich begann die Erosion mit dem Maastricht-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, denn es gab all denen Argumentationshilfen, die die parteienübergreifende Europapolitik Deutschlands nicht gutheißen wollten; die auch für die Europäische Integration nicht auf Demokratie und rechtstaatliche Grundsätze verzichten wollten. Doch noch war der Zug der weiteren Kompetenzübertragungen nach Brüssel nicht aufzuhalten. Auf Maastricht folgte Amsterdam, auf Amsterdam Nizza, auf Nizza sollte der Verfassungsvertrag folgen. Alle Vertragsänderungen übertrugen unter Missachtung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts weitere Kompetenzen auf die europäischen Institutionen. Ein wichtiger Meilenstein stellte sicherlich auch die Veröffentlichung des Buchs von Tillack/Oldag, Raumschiff Brüssel – Wie die Demokratie in Europa scheitert dar; ein Buch, das anhand von Skandalen die Folgen eines Systems analysiert, welches keinerlei demokratischer Kontrolle durch Wahlen mit der Möglichkeit des Austauschs der herrschenden Klasse unterworfen ist. Zwar blieb das Brüsseler System unbeeindruckt und unerschüttert, und auch in der Öffentlichkeit hatte das Buch nicht den Erfolg, den es verdient hätte. Aber erstmals waren Journalisten aus dem Meinungskartell ausgeschert. Mehr als Fußnote bleibt dazu anzumerken, dass das System unfair zurückschlug, indem es den Stern-Redakteur Tillack bei der belgischen Polizei mit dem Vorwurf der Bestechung von EU-Beamten verleumdete; der als Quelle dieser Verleumdung zitierte EU-Beamte wäre schon gerichtlich belangt worden, wenn ihn sein Statut der Immunität nicht vor einer Verurteilung bewahrt hätte.  Nun liegt aber druckfrisch „Das Europakomplott“ von Prof. von Arnim vor. Der Autor ist deutschen Lesern durch viele Veröffentlichungen über die demokratischen Mängel im deutschen Politiksystem bekannt. "Kontrollfreie Gesetzgebung in eigener Sache" durch die Politiker ist sein Streitgebiet. Er geißelt die finanzielle Überversorgung in Bund und Ländern, die sich die Amtsträger in den deutschen Parlamenten dank eines Systems, das in diesen Fällen keinen politischen Wettbewerb und damit keine Kontrolle kennt, verschafft haben. Mit dem Abwandern staatlicher Souveränität nach Brüssel wendet sich von Arnims Blick nun konsequenterweise nach Brüssel. Was er dort entdeckt hat, scheint selbst ihn zu erschrecken. Entsprechend engagiert, auch aufgebracht sind seine Kommentare zu einem System, das keinen Wahlen unterworfen ist und damit zu einem Monster wuchern konnte. Von Arnim richtet den Scheinwerfer seiner Überlegungen auf so wichtige Themen wie Volkssouveränität, demokratische Legitimität, Unmittelbarkeit der Wahl, parlamentarische Kontrolle. Prinzipien, die einen demokratischen Rechtstaat ausmachen, und die doch so dauerhaft in Brüssel ignoriert und mit Füßen getreten werden. Prinzipien, die in ihrer Grundform so selbstverständlich und zwingend wirken, wie sie in ihrer praktischen Anwendung jedoch schwierig sein können. Prinzipien, die im politischen Alltag so verzerrt werden, dass die einfachen Bürger von der detailreichen Analyse der Übereinstimmung der bestehenden Verhältnisse mit den Vorgaben der Verfassung überfordert sind, sie jedoch gleichzeitig intuitiv spüren, dass das Ergebnis nicht mit den Grundlagen vereinbar sein kann. Der einfache Bürger als Hamlet, dem dämmert, dass etwas faul ist im Staate Dänemark. Wie einfach ist der schöne Satz „Alle Macht geht vom Volk aus“. Und wie schwer ist die Überprüfung, ob die herrschenden politischen Verhältnisse diesem demokratischen Grundpostulat noch entsprechen. Hier ist das Buch von Professor von Armin ein Glücksfall, da es das bestehende System in Brüssel auf den Respekt dieser Grundformel unseres Gemeinwesens abklopft. Von Arnims Schrift ist kein leichtes Buch, aber unglaublich hilfreich für jeden, der sich vertieft staatstheoretisch mit der EU auseinander setzen und gut gewappnet sein möchte für Diskussionen mit denen, die Europa als Ideologie betreiben und auch berechtigte Kritik als „europafeindlich“ verunglimpfen wollen. Und für diejenigen, die sich lediglich darüber informieren wollen, wie das System „da in Brüssel“ funktioniert, das die Mehrzahl der in den Mitgliedstaaten gültigen Gesetze schreibt, hält das Buch einfachere Passagen vor, die ich jedem wählenden Menschen in Deutschland nur wärmstens empfehlen kann. Am Beispiel des Europäischen Haftbefehls, seinem Entstehen in Brüssel und Berlin und seinem Vergehen in Karlsruhe durch Urteil des Bundesverfassungsgerichts zeigt uns der Verfasser, wie leichtfertig unsere Politiker in Berlin und Brüssel unsere grundlegenden Freiheitsrechte auf dem Altar der Europäischen Integration opfern. An der Entstehungsgeschichte des Europäischen Abgeordnetenstatuts schildert er uns, wie wichtigste deutsche Politiker in Brüssel sich außerhalb Recht und Anstand stellen, und aufgrund ihrer parlamentarischen Immunität auch noch erwarten, dass sie dafür nicht einmal zivilrechtlich die Verantwortung tragen müssen. Selbst ich, der aufgrund meiner Tätigkeit in Brüssel, Bonn, Berlin und Paris glaubte, von nichts mehr überrascht werden zu können, war fassungslos, als ich in dem Buch nachlesen musste, dass ein hochbezahlter deutscher EU-Abgeordneter, den in Deutschland kaum jemand kennt, obwohl er einer der einflussreichsten Politiker in Brüssel ist, nämlich Elmar Brok, ganz nebenbei auch noch Cheflobbyist von Bertelsmann ist, für ein geschätztes Zusatzsalär von 200 000 Euro; dass er darüber hinaus auch noch die Chuzpe besitzt zu behaupten, er sei in der Lage, zwischen Lobbyistentätigkeit und Mandat „messerscharf zu trennen“, als ob dies möglich wäre. Niemand wird doch glauben, dass für den Einfluss des Lobbyisten Brok die Funktion und die Macht des Abgeordneten Brok nicht ganz entscheidend wäre. Dass er einen Journalisten der FAZ, der darüber zu schreiben gewagt hatte, durch einen Anruf bei den Herausgebern kaltstellt und sich somit auch noch der Kontrolle durch die Vierte Gewalt entzieht. „Und solche Typen“, durchfuhr es mich mehrfach bei der Lektüre „vertreten unsere Interessen in Europa...“. Wenn dieses System eines Tages hochfliegt – und uns die Kacke um die Ohren – behaupte niemand, das habe man alles nicht wissen können. Man kann! Auch wenn es mühseliges Informieren und Mitdenken erfordert. Deshalb sage ich hier ganz populistisch mit Elke Heidenreich : Das Europakomplott – Lesen !!!!! Harald GreibSt Jean de Fos (France)
>> [1] Hans Herbert von Arnim, Das Europakomplott – Wie EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln, Carl Hanser Verlag München Wien 2006, 24 €
Harald Greib ist Vorstandsmitglied der Newropeans, der ersten transeuropäischen politischen Bewegung mit dem Ziel der demokratischen Neugründung der Europäischen Union. Im Mitteldeutschen Verlag veröffentlichte er im Januar 2006 seinen Roman zur Europapolitik „Berlin mit Bitte um Weisung“, der Einblicke in die Funktionsweise der Europäischen Institutionen gibt. {moscomment}
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Last Updated ( Tuesday, 11 April 2006 )
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Non ce n'est pas une affiche de campagne en Turquie, mais bien celle du parti socialiste autrichien (SPÖ) pour les élections d'octobre prochain à Vienne. Après les affiches de campagne de Strache qui plaide pour le " pur sang viennois" c'est la course au populisme?
Wien-Wahl: Politiker sprechen türkisch: 200.000 Neoösterreicher Wähler haben Migrationshintergrund. Die Parteien buhlen um ihre Stimmen - gerne auch in einer Fremdsprache.( Kurier 25/08/2010)
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La deuxième rencontre du cycle
“LA DEMOCRATIE EN DANGER”,
consacrée à la Justice en Europe
Le lundi 13 septembre
de 19h30 à 22h00
Salons de l’Aveyron
17 Rue de l'Aubrac
75012 Paris
 A l’heure où les discours et les mesures sécuritaires et judiciaires se durcissent dans nombreux pays européens, où l’on sait les atteintes aux droits les plus élémentaires et aux principes fondamentaux des simples citoyens, quels traitements sont réservés à ceux qui tiennent les pouvoirs politiques, financiers, économiques entre leurs mains? Une conférence-débat organisée dans le cadre du cycle La démocratie en danger par Les Amis de Beppe Grillo à Paris et le NewropMag.
Intervenants: les députés européens Luigi De Magistris, Sonia Alfano et Rosario Crocetta ; Harald Greib, vice-président de Newropeans en charge des affaires des institutions européennes ; Eric Alt, magistrat, membre de l’association MEDEL (magistrats européens pour la démocratie et les libertés) et de l’association Anticor, et Corinne Lepage, députée européenne et ex Ministre de l’environnement, engagée dans la lutte contre la corruption politique et financière.
Parmi les sujets de discussion:
- L'infiltration des organisations criminelles et le vide législatif relatif en Europe
- Les récentes dépénalisations des crimes financiers et économiques en Italie, en France et leur traitement au sein des institutions européennes
- Présomption d'innocence ou de culpabilité? L'exemple de la “loi bâillon” sur les écoutes téléphoniques qui viole les recommandations de l’OSCE concernant l’emploi de sources et de matériels nécessaires aux investigations journalistiques au service de la démocratie.
Contacts:
Micaela Bracciaferri, Coordinatrice “Les Amis de Beppe Grillo à Paris »
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Marianne Ranke-Cormier, Rédactrice en chef du NewropMag
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Entrée libre sur pré-inscription auprès de
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