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The Economist: dank 1,2 Milliarden Schwarzen, die nach Europa geholt werden, wird das BIP in der ganzen Welt steigen.

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In The Economist erschien eine Serie von Artikeln, deren Autoren behaupten, dass Migration für die Weltwirtschaft günstig sei. Professor Bryan Caplan schreibt, dass Arbeitskräfte unser wertvollste Ressourcen seien, und dass ihr Wert von der geografischen Lage abhänge. Seien die Grenzen geöffnet, was eine freien Menschenverkehr ermöglichen würde, dann wäre die Welt um 78 Billionen Dollar reicher.1)If borders were open A world of free movement would be $78 trillion richer, The Economist 2017-07-13.Mexikanische Arbeiter können (so Caplan) im Westen um 150% mehr verdienen. Unqualifizierte Nigerianer verdienen in Deutschland sogar um 1000% mehr als in Nigeria. Der Wert eines unqualifizierten Arbeiters sei in Europa so groß, dass ein Nigerianer 1000 besser belohnt werden könne und um 1000-mal mehr zum globalen BIP-Wachstum beitrage. Außerdem sind die westlichen Gesellschaften viel mehr als die mexikanische oder nigerianische fortgeschritten, so dass ein unqualifizierter Arbeiter in einer Fabrik in Deutschland oder auf einer amerikanischen Farm viel ergiebiger als in Afrika sei. Eine Taxifahrt koste in Berlin viel mehr, habe also einen viel höheren Wert als eine Fahrt in Lagos, obwohl der Arbeitsaufwand als Taxifahrer in beiden Städten gleich sei.

Wenn The Economist die echte Meinung vom Professor Caplan anführt, dann soll man sie als Unsinn ansehen. The Economist verwechselt Staaten mit Unternehmen, die auf Profite abzielen und die Menschen entlassen, wenn es nötig ist. Doch Staaten sind keine Unternehmen, und ihre Bürger erwarten von ihren Regierungen mehr als nur Sorge um das BIP. Geschichte zeigt, dass Migrationen soziale Unruhen hervorrufen, die Einheitlichkeit der Nation und letzten Endes ihre Beständigkeit gefährden. Auch wenn wir diese sozialen und nationalen Erwägungen beiseite legen, ist der Gedankengang vonThe Economist falsch.

Die ganze Argumentation scheitert an der sozialen Sicherheit und am globalen Überangebot an unqualifizierten Arbeitskräften. Die soziale Sicherheit bestimmt den Mindestlohn. Wenn es unqualifizierte Arbeitskräfte in Überfülle gibt, beginnen die Regierungen mithilfe der Sozialämter das Überangebot der Arbeitskräfte zu reduzieren, indem sie den Mindestlohn maximal senken. Ebenso funktioniert es beispielsweise mit der Einführung des Mindestpreises für Milch, infolgedessen beginnen die Produzenten mehr Milch herzustellen, als es Nachfrage verlangt. In dem Fall kauft die Regierung entweder die Überschüsse an Milchpreis, um sie zu beseitigen, oder führt Produktionsbeschränkungen ein.

Marokkaner und Türken aus Holland sind Wirtschaftsmigranten. Holland war in der Geschichte nicht mit der Türkei oder mit Marokko verbunden. Es existieren auch keine postkolonialen Beziehungen zwischen den Ländern und Holland.

Im produktivsten Alter (30-35) erhalten über 30% Marokkaner und 22% Türken, aber nur 11% eingeborene Niederländer, Sozialleistungen. Von den marokkanischen Männern zwischen 25 und 35 arbeiten nur 60%, während der Anteil bei eingeborenen Niederländern 90% beträgt. In der Altersgruppe der 50-55-jährigen erhalten fast 50% Marokkaner und Türken und nur 16% Niederländer Sozialleistungen. Wirtschaftsmigranten sind also kein Vorteil für die Einheimischen, sondern eine Last.

Es ist offensichtlich, dass es auf dem niederländischen Arbeitsmarkt ein riesiges Überangebot an unqualifizierten Arbeitskräften aus der Dritten Welt gibt. Zu den Sozialleistungen kommen noch immaterielle Kosten hinzu, wie etwa die steigende Kriminalität, insbesondere der Terrorismus, für den Ankömmlinge aus Nordafrika verantwortlich sind.

In Afrika wohnen 1,2 Milliarden Menschen und die Zahl soll sich in den nächsten 25 Jahren verdoppeln. Viele Afrikaner sehen sich gerne in den nächsten Jahrzehnten auf dem europäischen Arbeitsmarkt. In dieser Zeit werden gut ausgebildete und hochqualifizierte westliche Gesellschaften schrumpfen. Die Nachfrage nach unqualifizierten Arbeitskräften wird also niedriger. Es ist unmöglich, dass in Europa Sozialleistungen aufrechterhalten werden, ohne dass die Zahl der Menschen, die auf unseren Kontinent kommen, begrenzt wird. Auch wenn auf das System der sozialen Sicherheit verzichtet würde, käme der europäische Arbeitsmarkt sowieso zu dem Punkt, in dem es so viele Arbeiter geben wird, dass der Wert ihrer Arbeit drastisch sinken wird, bis zu einem Niveau von Nigeria. Wenn also jemand von den europäischen unqualifizierten Arbeitskräften in den Wahlen seine Stimme für Entscheidungsträger abgibt, die Befürworter der offenen Grenzen sind, wählt Selbstvernichtung.

Interessant ist dabei, dass The Economist zwischen den Zeilen feststellt, dass die Schwarzen nicht im Stande sind, von ihren eigenen Arbeitskräften Gebrauch zu machen. Obwohl die Aufsicht der Europäer über afrikanische Bevölkerung nichts brachte, sogar in der kurzen Kolonialzeit , bringt The Economist die These hervor, dass man das wiederholen sollte, nun umgekehrt: die Grenzen öffnen und Afrikaner auf den alten Kontinent umsiedeln. Behauptet The Economist damit, dass nur weiße Europäer im Stande sind, die Probleme Afrikas zu lösen?

References   [ + ]

1. If borders were open A world of free movement would be $78 trillion richer, The Economist 2017-07-13.