[DE] Warum empfängt Frau Merkel die Milchbäuerinnen nicht?

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Written by Christel Hahn   
Monday, 25 May 2009
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Vom 11. bis 17. Mai haben Milchbäuerinnen aus ganz Deutschland vor dem Bundeskanzleramt campiert. 6 Bäuerinnen traten in Hungerstreik. Hintergrund der Aktion ist eine dramatische Existenzkrise vieler landwirtschaftlicher Betriebe wegen dem drastisch gesunkenen Milchpreis. Ein Milchbauer aus meiner Heimat dem Hegau, dessen Hof bis auf das Jahr 1300 zurückgeht und dessen Existenz jetzt gefährdet ist, erzählte mir über diese Aktion.

Es sein auch Frauen von hier dort gewesen, die Frau des Nachbars. Sie seien mit dem Bus nach Berlin gefahren. Sie forderten ein Treffen mit Frau Merkel, doch unsere Bundeskanzlerin, war nicht dazu bereit, mit dem Volk zu sprechen. Stattdessen erhielten die Bäuerinnen eine Dusche durch Berliner Wasserwerfer. Sie durften kein Zelt aufstellen, sondern campierten im Freien. Frau Merkel würde doch alle möglichen anderen Menschen empfangen, einflussreiche Wirtschaftslenker zum Beispiel, aber mit den Bäuerinnen, denen das Wasser bis zum Hals in ihren Betrieben steht, wolle sie nicht reden. Die Bäuerinnen hätten viel geweint. Und die Franzosen, die würden es richtig machen, die wären sich einig, da gäbe es nicht die Spaltung wie in Deutschland zwischen dem BDM (Bundesverband deutscher Milchviehhalter) und dem Bauernverband und sie wären auch konsequent in ihren Aktionen.

Während des Gespräches kam die Frau herein: wir haben heute Post von Frau Merkel bekommen und sie hatte im Briefkasten einen Brief der Bundeskanzlerin gefunden, allerdings nicht zu den drängenden Fragen, sondern ein Aufruf bei den Europawahlen, die CDU zu wählen. Doch: wie soll man eine Partei wählen, deren Chefin nicht mit dem Volk reden will?

Die Aktion der Milchbäuerinnen wurde am 17.5. mit einer Abschlusskundgebung in Berlin beendet. Der BDM schreibt dazu: „Annähernd 2.000 Menschen, darunter auch Vertreter anderer Verbände wie der BUND, die AbL und einzelne Politiker, bekundeten ihre Solidarität und nahmen an der Kundgebung und Menschenkette teil. Selbst aus dem europäischen Ausland (Österreich und Belgien) waren Milcherzeuger und Milcherzeugerinnen angereist, um den deutschen Berufskolleginnen ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen.“

Auf Grund des Drucks der Landwirte fand dann am 20.5. ein Treffen der deutschen Agrarminister in Berlin statt, das das Ziel haben sollte, der Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner den Rücken für das Treffen des Agrarrates am 25.5. in Brüssel zu stärken. Doch der Ausgang des Treffens war enttäuschend. Nur Bayern trat dafür ein, die Milchproduktion europaweit um 5% zu kürzen. Nicht einmal der Vorschlag, wie in Österreich und Frankreich die einprozentige Erhöhung für dieses Jahr auszusetzen, wurde angenommen, da alle außer Bayern weiter an der völligen Liberalisierung des Milchmarktes nach 2015 festhalten und auf das Ende der bäuerlichen Milchwirtschaft hinsteuern.

Der BDM hatte ein Signal an die europäischen Kollegen gefordert, dies kam jetzt aus Belgien. Der wallonische Landwirtschaftsminister Benoît Lutgen schreibt in einem Appell:
 

Herr Minister,Werter Kollege,

Der europäische Milchsektor befindet sich in einer noch nie dagewesenen Krise.

Auf Grund des Milchpreiszerfalls befinden sich die Milchviehhalter in ganz Europa in grossen Schwierigkeiten. Anlässlich des letzten Agrarrates haben viele Mitgliedstaaten gewünscht, dass die ersten Marktstützungsmassnahmen der Kommission verstärkt werden. Die Kommission hat befunden, dass diese Massnahmen genügen und dass eine Wartefriste nötig sei, bis deren Auswirkungen sich voll manifestieren würden.

Seither sind 2 Monate vergangen. Es ist ganz im Gegenteil festzustellen, dass die Milchpreise sich nicht verbessert haben.

Es gibt keine Signale vom Markt für eine kurz- und mittelfristige Verbesserung der Perspektiven. Mit einem derartigen Preisniveau werden - falls wir keine Massnahmen treffen - sehr viele Produzenten verschwinden. Das einzige Mittel um diese Situation zu ändern, ist das Angebot zu senken. Im März sind mehrere Delegationen für eine Blockierung der Quotenerhöhung eingetreten. Diese Massnahme ist nicht mehr ausreichend, um die fallende Milchpreistendenz zu stoppen. Nur eine allgemeine Senkung der europäischen Quote von 1% -2% kann das Angebot verringern und dem Markt ein klares Signal geben.

Deshalb schlage ich Ihnen vor, eine dringende Sitzung des Europarates einzuberufen, um geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die Krise im Milchsektor zu beenden.

In der Hoffnung, auf Ihre Untersützung in diesem gemeinsamen Vorgehen gegenüber der europäischen Kommission zählen zu können, bitte ich Sie, Herr Minister, werter Kollege, meine respektvollen Grüsse entgegenzunehmen

Benoît Lutgen
 

Und siehe da, auf einmal wird auch Frau Merkel aktiv: Sie trifft Vertreter der Milchbauern, von Molkereinen und dem Einzelhandel auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Ritterhude bei Bremen und sagt, dass die Lage „ernst“ sei. Dies war ein Treffen mit ausgewählten Vertretern, als das Volk selbst nach Berlin kam, da wollte Frau Merkel das Volk nicht treffen.

Doch die Bürger warten nicht, sie werden in Europa selbst aktiv. Sie treten aktiv für ihre Interessen ein. Sie üben Druck auf die Politiker aus. Da aber, wie immer mehr Bürger erkennen, die Politiker meist nicht zu ihren Versprechungen stehen und dem Druck von Profitinteressen nachgeben (am 13.5. stimmten CDU, SPD und FDP im Bundestag gegen ein Verbot von Genmais), ist es notwendig das derzeitige europäische politische System in Europa durch eines zu ersetzen, dass sich konsequent an den Interessen der Bürger orientiert, wie es die Newropeans in ihrem europäischen Wahlkampf fordern.

WERDEN SIE AKTIV FÜR EIN SOLCHES EUROPA!

Newropeans steht dafür, dass diejenigen, die den Karren an die Wand gefahren haben, von der Gestaltung unserer Zukunft ausgeschlossen werden. Die Bürger wollen einen Wechsel. In den Volksabstimmungen in Frankreich, Holland und Irland haben sie NEIN gesagt. Newropeans ruft alle Bürger auf, dieses NEIN auch durch die Wahlen zum Europäischen Parlament auszudrücken und den Eliten entgegenzuhalten:

„Wenn wir NEIN gesagt haben, dann meinen wir NEIN!“

GEHEN SIE AM 7.6.2009 ZUR EUROPAWAHL, DA DIES DIE WICHTIGSTE WAHL IM SUPERWAHLJAHR 2009 IST!
GEBEN SIE DEN PARTEIEN, DIE DEN JETZIGEN ZUSTAND ZU VERANTWORTEN HABEN, KEINE STIMME!

WÄHLEN SIE DIE LISTE DER NEWROPEANS (LISTE 28)!

Christel Hahn
Tengen, Deutschland
Kandidatin auf Platz 4 für die Europawahl in Deutschland 
www.christel-hahn.eu - www.newropeans.eu

 


Last Updated ( Monday, 25 May 2009 )
 
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Conférence-Débat Justice en Europe

La deuxième rencontre du cycle
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consacrée à la Justice en Europe

Le lundi 13 septembre
de 19h30 à 22h00
Salons de l’Aveyron
17 Rue de l'Aubrac
75012 Paris


A l’heure où les discours et les mesures sécuritaires et judiciaires se durcissent dans nombreux pays européens, où l’on sait les atteintes aux droits les plus élémentaires et aux principes fondamentaux des simples citoyens, quels traitements sont réservés à ceux qui tiennent les pouvoirs politiques, financiers, économiques entre leurs mains? Une conférence-débat organisée dans le cadre du cycle La démocratie en danger par Les Amis de Beppe Grillo à Paris et le NewropMag.

Intervenants: les députés européens Luigi De Magistris, Sonia Alfano et Rosario Crocetta ; Harald Greib, vice-président de Newropeans en charge des affaires des institutions européennes ; Eric Alt, magistrat, membre de l’association MEDEL (magistrats européens pour la démocratie et les libertés) et de l’association Anticor, et Corinne Lepage, députée européenne et ex Ministre de l’environnement, engagée dans la lutte contre la corruption politique et financière.

Parmi les sujets de discussion:
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- Présomption d'innocence ou de culpabilité? L'exemple de la “loi bâillon” sur les écoutes téléphoniques qui viole les recommandations de l’OSCE concernant l’emploi de sources et de matériels nécessaires aux investigations journalistiques au service de la démocratie.

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