Front PageDeutsch Portrait - Diese Bürger(innen) die dabei sind Europa politisch umzuwandeln: Margit Reiser-Schober
Portrait - Diese Bürger(innen) die dabei sind Europa politisch umzuwandeln: Margit Reiser-Schober
Written by Marianne Ranke-Cormier
Thursday, 17 April 2008
„Und gegen den lange bekannten und oft beklagten Mangel an Demokratie auf europäischer Ebene haben die bisher vorhandenen Parteien typische Produkte ihres nationalen politischen Biotops noch nichts unternommen.“ - Margit Reiser-Schober, deutsche Diplompolitologin und Vorstandsmitglied der Newropeans beantwortet Fragen von Marianne Ranke-Cormier auf ihr europäisches politisches Engagement...
Warum hast Du Dich für die europäische Politik entschieden und nicht für die nationale Politik?
Zahlreiche wichtige Politikfelder wie Landwirtschaft, Freizügigkeit von Personen und Arbeitskräften, Finanz-, Wettbewerbs- oder Umweltpolitik erhalten ihre wesentlichen Impulse heute aus Europa. Es wird geschätzt, dass die Mehrzahl der im Bundestag in Berlin verabschiedeten Gesetze in der Umsetzung von europäischen Richtlinien besteht. Wenn dies so ist, so muss man die europäische Ebene der Politik stärker beachten. Man kann nicht mehr so tun als würde Politik auf dem Spielfeld der Nationalstaaten allein entschieden.
Du warst Mitglied einer deutschen politischen Partei, was hat Dich dort enttäuscht?
Ich war über 30 Jahre lang Mitglied einer Partei. Was mich – im Hinblick auf Europa – am meisten enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass grundsätzliche politische Weichenstellungen wie beispielsweise der Verfassungsvertrag oder der mögliche Beitritt der Türkei zu EU dort noch nicht einmal diskutiert wurden. Obwohl Europapolitik so bedeutsam ist, steht sie in nationalen Parteien an letzter Stelle und muss ständig Rücksicht nehmen, zum Beispiel auf Wahltermine oder ein vermeintliches „nationales Interesse“. Die herrschende Intransparenz begünstigt, dass nationale Parteieliten europäischen Themen gern für ihre Zwecke nutzen. Wenn es sich auszahlt, macht man mit dem Thema Europa – entgegen aller Sonntagsreden - auch mal Stimmung. Und die Auswahl der Kandidaten für das Europäische Parlament findet eher ohne die jeweilige Parteiöffentlichkeit statt.
Du meinst aber nicht, dass nationale Parteien im europäischen Maßstab keine Berechtigung haben?
Die bisher vorhandenen Parteien sind typische Produkte ihres nationalen politischen Biotops. Auch wenn sie derselben Richtung angehören, so unterscheiden sie sich beispielsweise nach Geschichte und Tradition ihres Landes. Für sie spielt die Musik in der nationalen politischen Arena. Zu einer gemeinsamen Willensbildung im Interesse der europäischen Bürgerinnen und Bürger sind sie deshalb kaum in der Lage. Und gegen den lange bekannten und oft beklagten Mangel an Demokratie auf europäischer Ebene haben sie noch nichts unternommen. In nationalen Parteien ist Europa wirklich sehr weit weg – und dort soll es auch bleiben.
Was ist dann neu an Newropeans?
Alles - Newropeans verfolgt neue Ziele und beschreitet dafür neue Wege. Als erste transeuropäische politische Bürgerbewegung setzt sich Newropeans für die dringend notwendige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auf europäischer Ebene ein – und dafür, dass die EU in der Welt mit einer Stimme spricht. Um diese Ziele zu erreichen, hat Newropeans Ballast abgeworfen: Es ist weder rechts noch links (denn schließlich sollte Demokratie ein Anliegen aller Demokraten sein) und nur auf europäischer Ebene aktiv. Newropeans ist außerdem vielsprachig und nutzt die Werkzeuge elektronischer Demokratie. Bei einer sehr breiten Meinungsvielfalt herrscht Einigkeit in zentralen Fragen.
Ist es Europa wert?
Das europäische Projekt läuft nicht von selbst. Und es läuft schon gar nicht von selbst in die richtige Richtung. Um nachhaltig zu bestehen und erfolgreich zu sein braucht es die kritische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Werden sie auch künftig ausgeschlossen, ist es nicht nur zum Schaden der EU sondern zu unser aller Nachteil. Uns, den Bürgerinnen und Bürgern, wird jedoch bisher nur die Rolle der zahlenden Zuschauer zugewiesen. Wir sollen klatschen – das Programm bestimmen andere. Das will Newropeans ändern, indem es zur Europawahl 2009 antritt und die wirklich wichtigen Fragen im Parlament zur Sprache bringt.
So hast Du beschlossen, weiter zu kämpfen – warum?
Politik kann man heute oft so sehen: auf einem immer kleiner werdenden Feld harken die Vertreter nationaler Politik. Newropeans ist angetreten, ein völlig neues Gebiet – die Europapolitik – für die Bürgerinnen und Bürger urbar zu machen. Newropeans schafft der Politik nicht nur neuen Gestaltungsspielraum, sondern will sie auch demokratisieren. Hier heißt es nicht „vertrau mir“ sondern „trau dir selbst“ und vor allem „trau dich“. Dazu sind wir alle in der Lage, denn nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand, meinte schon Descartes. Also: Welches politische Projekt könnte heute schöner und lohnender sein, als Europa und Demokratie zusammenzubringen?
Was hat Dich dazu gebracht, politisch aktiv zu werden?
Newropeans ist geeignet, den Menschen die oftmals verlorene Freude an der Politik und an Europa zurückzugeben. Aus diesem Grund engagiere ich mich als Vorstandsmitglied und Koordinatorin der Lokalen Gruppe Newropeans in Rhein-Main. Wir treffen uns regelmäßig und planen zum Beispiel Veranstaltungen, so den Wahlkampfauftakt der Newropeans mit dem Vorsitzenden Franck Biancheri und dem Vorstandsmitglied Harald Greib am Dienstag, 20. Mai 2008, um 19.30 Uhr im Saalbau Gutleut, Rottweiler Straße 32, in 60327 Frankfurt am Main. Am Donnerstag, 22. Mai 2008, abends, stellt sich Newropeans dann in Hamburg vor. Zu beiden Veranstaltungen laden wir alle Interessierten sehr herzlich ein!
Adresse:
This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it
- Hier finden Sie mehr über Newropeans und Newropeans in Rhein-Main.
Die Fragen stellte Marianne Ranke-Cormier
Angaben zur Person: Margit Reiser-Schober, Diplompolitologin, geboren 1957 in Backnang, Studium der Verwaltungswissenschaft in Konstanz am Bodensee und der Politikwissenschaft an der Freien Universität in Berlin, lebt und arbeitet in Schwalbach am Taunus, verheiratet, ein erwachsener Sohn.
EditoRosenkranz, une impératrice à la Hofburg?Tuesday, 09 March 2010 | Wiilly BauerRosenkranz, littéralement la couronne de roses, pourrait être le prochain titulaire du siège à la Hofburg. - Non Pröll n'ira pas. Eva Glawischnig... + Full Story
mod_dbrss2 AJAX RSS Reader poweredbysimplepie
Deutsche Seite
Die 4. Gewalt im StaatThursday, 04 March 2010 | H-J. Fandrich
Hat jemand beherzte Journalisten im Mainstream gesehen ? In den alternativen Medien und Blogs ist der Mut zu Hause. Im Mainstream kann ich ihn kaum finden. Schade.. Die 4. Gewalt im... Weiter lesen
Die Türkei erwacht: Absatzbewegung aus dem westlichen LagerFriday, 26 February 2010 | Franck Biancheri - LEAP/E2020Während in der gegenwärtigen umfassenden Krise die Macht der USA und die militärische Stärke des Westens, auf der diese Macht beruhte, rapide zerfällt, beginnt die Türkei ihre außenpolitische Interessenlage zu überdenken und neu zu definieren. Die... Weiter lesen
Blog Italiano
Decreto "interpretativo" e stato d’eccezione: adesso basta!Monday, 08 March 2010 | Maurizio Carena "Caos liste" il Consiglio dei Ministri vara il decreto "interpretativo". Il Quirinale disponibile a esaminarlo. Per Bersani è "un trucco". Per Di Pietro " è "un golpe". I cittadini devono dire BASTA. Anche Mussolini e Hitler erano a capo di... Legga più
Università: Quella che si gioca, una grande partitaThursday, 04 March 2010 | Loreza Masè“L’Università è nostra- ha detto Elena Guercia, Rappresentante degli Studenti - ci sono tante cose sbagliate, dei cambiamenti vanno fatti e noi studenti dovremmo partecipare di più”. Quella che si gioca è una grande partita: si sente la necessità... Legga più
I giovani hanno bisogno di modelli positivi.Thursday, 04 March 2010 | Francesco RossoliniFiniamola di esaltare disadattati semianalfabeti - I modelli positivi dovrebbero essere rappresentai da letterati, matematici, fisici, medici, giuristi, pensatori e certamente anche dagli esponenti più rappresentativi delle avanguardie artistiche. Legga più
Nederlandse Blog
We zijn allemaal IJslanders, beu om te betalen voor de blunders van banken!Thursday, 04 March 2010 | NewropeansWij als Newropeans zouden graag een paar reacties willen geven op het gevecht dat jullie momenteel voeren tegen de ongepaste chantage van de Britse en Nederlandse overheden, aangaande de schulden van de failliete IJslandse... Lees meer
[Europese gedachten] Oh jee, daar gaat de reputatie van Nederland! Thursday, 04 March 2010 | Chris AalbertsAfgelopen week viel de regering over de Nederlandse aanwezigheid in de Afghaanse provincie Uruzgan. Buitenland- en defensie-experts zagen het met veel verbazing en irritatie aan. Zij benadrukten het grote belang van de Nederlandse aanwezigheid in... Lees meer
Página española
PIGS versus USAThursday, 04 March 2010 | Luis CasadoLos países en cuestión son los llamados PIGS, “cerdos” en su acrónimo inglés: Portugal, Ireland, Greece, Spain. Acojonados, los “cerdos” anuncian medidas para reducir sus déficits, disminuir el gasto público, retrasar la edad de la jubilación,... Lea el artículo
Si les candidats à l’élection étaient le syndic de votre co-propriété, les croiriez-vous? Imaginez l’Europe comme un immense bâtiment en co-propriété dont les habitants de votre pays habiteraient une aile et auraient la gestion du fonctionnement de cette partie du bâtiment. Le gouvernement, c’est le syndic ; il gère les affaires courantes de la partie de l’immeuble que vous partagez avec d’autres locataires ou propriétaires: nettoyage, sécurité, entretien des couloirs et des ascenseurs, rémunération du personnel, et bien sûr fixation des charges. Imaginez que chaque pays de l’Union européenne occupe et gère de façon semblable une partie de ce grand bâtiment... Un éditorial de Philippe Portalier écrit à l'occasion des élections présidentielles en France en 2007, d'actualité pour les prochaines régionales: Le bon sens européen absent de la campagne électorale en France
Join us
Le débat politique vous dérange,
vos convictions européennes
vous démangent
768,8 billionSunday, 21 February 2010
Japan 768,8 billion dollars
China 755,4 billion dollars
United Kingdom 302,5 billion dollars
Brazil 160 billion... + Full Story